Mittwoch, 9. November 2011

Guide Michelin - Der Kampf um die Sterne geht weiter!

Diese Woche war es wieder soweit. Der Guide Michelin veröffentlichte seine diesjährige Liste mit den aktuellen Bewertung der Sterneköche. Für den einen Koch ein Grund zu ausgelassenen Freudentänzen, für den anderen mittlerweile fast schon eine Selbstverständlichkeit und für breite Masse der Kochtopftoreros wieder einmal ein Tag zum Nachdenken, warum es wieder nicht geklappt hat. Doch was macht eigentlich den Unterschied aus, zwischen einem Sternekoch und seinen „normalen“ Kollegen. Selbst nach Jahren der Beurteilung durch den Guide Michelin ist deren Bewertungssystem für viele immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. So wird unter anderem nicht nur das Gericht, sondern auch die Atmosphäre und sogar das Tafelservice bewertet. Alles muss hier stimmig sein. Sicherlich ist eine Bewertung, welche neben der Frische und Qualität der Zutaten auch den Geschmack bewertet immer ein recht einseitiges Unterfangen. Was Person A vorzüglich mundet, bekommt bei Person B nur ein müdes Gähnen. Den bekanntlich lässt sich über Geschmack, entgegen der weitläufigen Aussage, doch gut streiten.

Aber auch die Anbieter dieser Guides streiten und wiedersprechen sich innerhalb ihrer Guides und Empfehlungen immer wieder in ihren Argumentationen. Als Anwender selbst ist man ja eigentlich schon mit der Auswahl, welchem Unternehmen ich bei der Bewertung vertraue heillos überfordert. Wähle ich nun den Guide Michelin, oder doch lieber Gault Millau, oder gar den Feinschmecker? Vielleicht weiß es aber auch der Varta Guide am besten? Man sieht, hier geht es nicht nur um einen Reiseführer durch die Gastronomie, sondern um mehr. Um viel mehr! Es geht in erster Linie bei all diesen Geschmacksführern um deren eigene Taschen und das leidige Thema Geld. Immer wieder taucht auch leise Kritik am System der Anbieter auf, da es hinter vorgehaltener Hand böse Gerüchte gibt, die behaupten, man könne sich mit einem großen Namen und etwas Gold aus der Privatschatulle einen Platz näher an der Sonne des Ruhms erkaufen oder zumindest den Weg dorthin etwas leichter gestalten.

Daher ist mein persönliches Fazit: Traue nur deinem eigenen Geschmack. Man kann diese Führer bestimmt als Anregung verwenden, denn eines ist gewiss, schlecht ist keines der erwähnten Restaurants, aber ein Urteil welches nun das Beste ist, muss jeder für sich selbst fällen.




Ich wünsche euch allen Bon Appetit!

Euer MisterPink

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