Montag, 31. Oktober 2011

Alexander der nicht ganz so Große und sein treues "Streit"pferd!

Kennt ihr das auch? Eines Tages wacht man auf und muss feststellen, dass einem die Zeit mit schnellen Schritten davon läuft. Dies viel mir daher auf, da heute bereits meine 2 Wochen Urlaub wieder zu Ende waren. Doch scheint dies ein Phänomen zu sein, was zum erwachsen sein dazu gehört. Ich erinnere mich noch daran, dass die Zeit auch einmal viel langsamer vorbei ging. Damals als man mit 10, 11 oder 12 Jahren unbedingt den Mopedführerschein machen wollte und kaum erwarten konnte, dass man 16 Jahre alt wurde. Dann mit 16 konnte man gar nicht mehr erwarten endlich 18 Jahre alt zu sein, um den lang gehegten Traum des Autoführerscheins zu erreichen.

Als auch diese Stufe erreicht war, wähnte man sich auf dem Gipfel der Welt. Man war nun 18 Jahre. Erwachsen und frei! Ab sofort stand einem die Welt offen. Man konnte in fremde Länder fahren, feiern solange man wollte, trinken so viel wie man wollte, sich im Kino oder in der Videothek ansehen was man wollte und sich kaufen was man wollte bzw. was der finanzielle Status zuließ.

Und noch während des Rausches dieses Erfolges und gerade als man den letzten Punkt auf der Liste „Was ich alles mit 18 mache“ abhakt, machte sich bereits diese kleine Stimme im Kopf bemerkbar, die einem immer wieder sagte: Du hast jetzt alles erreicht. Und an Stelle, dass ich mich gefreut hätte, alle Punkte auf meiner Liste abgehakt zu haben, machte sich Ernüchterung breit. Mir ging es wie Alexander dem Großen. Ich war gerade Anfang 20 und hatte alle Ziele in meinem Leben erreicht.

Gut dieser Vergleich ist jetzt sicherlich etwas gewagt, da Alexander der Große zu diesem Zeitpunkt, Herrscher eines Weltreiches war und so ziemlich alle Gegner mit Rang und Namen unterworfen hatte und sich in einem Streitwagen aus purem Gold feiern ließ. Bei mir verhält sich das natürlich bis auf das Alter etwas anders. Ich war nicht Herrscher eines Weltreichs sondern über die mir damals zustehenden 12m² meines Zimmers und die einzigen Lebewesen, welches sich mir unterwarfen, waren meine Fische und das auch nur deshalb, weil Sie nicht alleine an die Futterdose heran gekommen sind. Auch hatte ich natürlich keinen Streitwagen aus Gold, sondern viel mehr einen alten rostigen Opel, den man nur deshalb „Streit“-wagen nennen konnte, da ich mich immer mit meinen Schulfreunden darüber stritt, wer das hässlichere Fahrzeug hatte.

Das einzige, was ich mit Alexander dem Großen annähernd gemeinsam habe, ist das Köstüm, welches ich heute zum feierlichen Anlass der Halloween - Party angezogen habe. Und so werde ich nun in die dunkle Nacht hinausschreiten, meinen aktuellen "Streit-"wagen besteigen und in Richtung Orient (eigentlich China, da wir beim Chinesen feiern ´. Anmerkung der Redaktion) brausen.

Fazit des Tages Heute gibt es Süßes! Happy Halloween ihr Lieben!

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